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 Do, 14. Mai. 2020   v.d.Goltz

Freiversuchsregelungen verabschiedet

Liebe Studierende,

das Rektorat hat gestern die Corona-Epidemie-Hochschulverordnung verabschiedet und veröffentlicht, in der u. a. die Regelungen zu Freiversuchen im aktuellen Semester enthalten sind. Folgendes wurde dort für die gesamte UDE festgeschrieben:

§ 13 Wiederholung von Prüfungen, Freiversuch

(1) Studienbegleitende Prüfungen (Erst- und Wiederholungsprüfungen [...]), die im Sommersemester 2020 angetreten und nicht bestanden bzw. mit „nicht ausreichend“ bewertet werden, gelten als nicht unternommen.

(2) Prüfungsversuche, die aufgrund eines unentschuldigten Versäumnisses, eines Täuschungsversuches oder eines Ordnungsverstoßes mit „nicht bestanden“ bzw. „nicht ausreichend“ bewertet werden, sind von Abs. 1 nicht umfasst.

Konkret heißt das für Sie, dass für alle MSM-Prüfungen in diesem Semester mit Ausnahme von Bachelor- und Masterarbeiten Freiversuchsregelungen gelten. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass das Nichterscheinen bei einer Prüfung ohne rechtzeitige Abmeldung zu einem „echten“ Fehlversuch führt, der nicht von der o. g. Regelung erfasst ist (die Abmeldefrist liegt weiterhin bei einer Woche). Ebenso bezieht sich die Freiversuchsregelung explizit nicht auf Fehlversuche, die durch Täuschung oder Ordnungsverstoß entstanden sind – dazu gehört auch das Nichtbefolgen von Anweisungen im Rahmen der Prüfungsdurchführung, also z. B. das eigenmächtige Verlängern der Bearbeitungszeit. Diesen Punkt sollten Sie sich auf jeden Fall merken, denn vermutlich wird es bei den Prüfungen so sein, dass Sie nach Ende der Bearbeitungszeit noch einige Zeit an Ihrem Platz bleiben müssen, bis Sie das Gebäude geordnet verlassen können (genauere Verhaltenshinweise folgen in den nächsten Wochen).

Zuletzt bleibt uns nur, Sie erneut um Ihre Fairness und Mithilfe in dieser für alle Beteiligten außergewöhnlichen Situation zu bitten. Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, gestaltet sich die Planung und Durchführung von Präsenzprüfungen in Zeiten von Corona um ein vielfaches schwieriger als in vergangenen Semestern – und auch da waren Prüfungen mit vielen hundert Teilnehmer*innen schon eine Herausforderung. Durch die Freiversuchsregelungen wird sich der Aufwand für die Prüfer*innen und Aufsichtsführenden erneut erheblich steigern. Unter den aktuellen Umständen wäre es für uns der Worst Case, wenn wir mit ohnehin überlasteten Ressourcen 400 parallele Prüfungsplätze schaffen und am Ende ein Drittel der Plätze frei bleibt. Bitte planen Sie Ihre Prüfungsanmeldungen deshalb frühzeitig und mit Bedacht. Bleiben Sie trotz der Freiversuchsregelungen realistisch und nehmen Sie sich nicht mehr vor, als Sie schaffen können. Seien Sie fair und melden Sie sich frühzeitig wieder ab, wenn Sie Prüfungen doch nicht antreten möchten – Sie entlasten so die Professor*innen und Mitarbeiter*innen, die ohnehin seit Wochen am Limit arbeiten.